Ziele der ABC-Analyse
Die ABC-Analyse ist ein wichtiges und einfaches Hilfsmittel in der Materialwirtschaft, um sich von der IST-Situation ein Bild zu machen. Mit ihr wird das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag aufgezeigt um so Schlüsse für die Zukunft ziehen zu können. (Informationen zur Geschichte der ABC-Analyse finden Sie hier.)
Ziel der ABC-Analyse
Das Ziel der ABC-Analyse ist es also herauszufinden, welchem Bereich besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Mit der ABC-Analyse ist es in Materialwirtschaft / Einkauf somit möglich
- das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen,
- Transparenz und Vergleichsmaßstäbe zu schaffen,
- die Ansatzpunkte für Verbesserungen (z. B. Rationalisierungsmaßnahmen) zu identifizieren,
- Anstrengungen zu identifizieren, die wirtschaftlich wenig Wirkung zeigen (Steigerung der Wirtschaftlichkeit!),
- materialwirtschaftliche Entscheidungen zu fundamentieren.
Klassifikation
Die Rangfolge bzw. Klassifikation in der ABC-Analyse stellt sich in der Materialwirtschaft wie folgt dar:
Je nachdem welcher Bereich der Materialwirtschaft mittels der ABC-Analyse untersucht wird, bedeutet...
- A: wichtig / hochwertig / umsatzstark
- B: mittelwichtig / mittelwertig / mittlere Umsatzstärke
- C: weniger wichtig / niedrigwertig / umsatzschwach
| Klasse | Wertanteil | Mengenanteil |
| A | ca. 60 - 85 % | ca. 10% |
| B | ca. 10 - 25 % | ca. 20 - 30 % |
| C | ca. 5 - 15 % | ca. 70 - 80 % |

Darüber hinaus stellt man stets fest, dass ein mengenmäßig kleiner Teil einen sehr hohen Wertanteil besitzt (Klasse A). Dies wird oft mit der 80/20-Regel (auch "Pareto-Prinzip" genannt) in Verbindung gebracht; also stark vereinfacht gesagt: "Um 80% Ertrag zu erzielen, ist (nur) 20% Aufwand nötig".
